Goetheanistische Vegetationskunde


 

Die Ausbildung in Goetheanistischer Vegetationskunde ist nicht offizieller Teil des Feldbotanik-Ausbildungsprogramms und damit auch nicht "Prüfungsfach". Gleichwohl stellt sie eine sinnvolle Ergänzung und einen wichtigen Teil der Gesamtausbildung dar. Bei Interesse an dieser Richtung ist es zweckmäßig, die goetheanistische Vegetationskunde als letzte Ausbildungsstufe zu belegen, um auf das Wissen der Pflanzensoziologie zurückgreifen zu können; trotzdem kann man auch quer einsteigen bzw. früher damit anfangen. Denn die goetheanistische Vegetationskunde hat eine so eigenständige Methodik, dass die Veranstaltungen voraussetzungslos und gewissermaßen bei Null anfangen müssen.

 

Welchen Sinn hat die goetheanistische Vegetationskunde innerhalb der Gesamtausbildung? Ziel ist es, Freiräume für eine zukunftsweisende Landschaftsentwicklung zu eröffnen, die weit über die bisherigen Konzepte hinausgeht. Es sollen Alternativen zur herkömmlichen Landschaftsplanungs-Praxis aufgezeigt werden, die nicht so sehr in die bekannten bürokratischen Muster eingebunden sind (z.B. Vertragsnaturschutz), sondern mehr Raum für kreatives und innovatives Arbeiten lassen.

Einige bisher erprobte unkonventionelle Konzepte werden im Laufe der Seminarreihe vorgestellt und diskutiert, z.B. zum Themenkomplex der artenreichen Mähwiesen und der Kleingewässer. Um diese Konzepte aber in ihrem ganzen Umfang verstehen zu können, ist es notwendig, die eigenen Denkstrukturen zu erweitern – insbesondere dann, wenn man selbstständig neue unkonventionelle Konzepte entwickeln bzw. weiterentwickeln will. Denn die ihnen zugrundeliegende „Denke“ muss eben auch unkonventionell sein – was nicht heißt, dass sie damit unwissenschaftlich wird.

In der Ausbildungsstufe der goetheanistischen Vegetationskunde soll gezeigt werden, dass diese unkonventionellen Denkfiguren zwar aus den normalen Bahnen ausbrechen, jedoch trotzdem (oder vielleicht sogar deshalb) logisch, wissenschaftlich und dem gesunden Menschenverstand angemessen sind. Eine besondere Beachtung wird in diesem Rahmen der naturwissenschaftlichen Denkweise Goethes geschenkt, der in der Farbenlehre und der morphologischen Botanik Wege beschritten hat, die bisher noch gar nicht richtig gewürdigt wurden. Außerdem lassen sich bereits verblüffend viele Parallelen zwischen pflanzensoziologischer und goetheanistischer Methodik erkennen, so dass eine Erweiterung der Pflanzensoziologie in Richtung einer goetheanistischen Vegetationskunde als konsequenter Schritt erscheint.

 

 

 


 

08. – 10. September 2017  

Exkursion zum Wollingster See

 

Mehr unter: Download PDF Wollingster See

 

Anmeldungsformular Wollingster See

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Seminar des Winterhalbjahres

 

 

23. - 25. Februar 2018     Goetheanistische Vegetationskunde: Einführungsseminar

Mehr unter: Download PDF Einführungsseminar

 

Das Seminar des Winterhalbjahres finden in den Räumen der Uni Witten/Herdecke, Stockumer Str. 10-12, 58454 Witten-Annen, statt.

Beginn des Seminars: freitags mittags 14:00

Ende des Seminars: sonntags ca. 15:00

 

Tagungsgebühr 

Normalpreis 100,- € / ermäßigt für Studierende, Auszubildende, Arbeitslose: 40,- €